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APRIL IM GEWÄCHSHAUS

Im April legst du den Grundstein für den Sommer

Im April explodiert das Leben im Gewächshaus noch nicht auf einen Schlag – aber es ist überall spürbar, dass die neue Saison beginnt. Jede kleine Aufgabe, die du jetzt erledigst, bringt dich einen Schritt näher zu einer reichen Sommerernte.

Ob du gerade die letzten Wintersalate erntest, Jungpflanzen pflegst oder die Erde vorbereitest: Dieser Monat ist ideal, um dein Gewächshaus in Ruhe auf die kommenden Wochen einzustellen.

Jetzt beginnt die spannendste Zeit der Saison

Der April ist eine besonders schöne Zeit im Gewächshaus. Es liegt eine ruhige Aufbruchsstimmung in der Luft: Die Aussaat ist in vollem Gange, die Tage werden länger und mit jeder Sonnenstunde zieht mehr Leben ein. Noch fühlt sich alles entspannt an – und genau das macht diesen Monat so besonders.

Auch im Gewächshaus stellt sich jetzt ein angenehmer Rhythmus ein: Altes wird entfernt, Platz für Neues geschaffen und die Kulturen gepflegt, die den Winter über still und zuverlässig durchgehalten haben.

Die erste Ernte: Erbsen aus dem Winteranbau

Zu den schönsten Momenten im April gehört die erste Ernte der Sorte ‚Douce Provence‘. Wenn du sie bereits im November ausgesät hast – zum Beispiel direkt nach der Tomatensaison – kannst du dich jetzt über die ersten knackigen Schoten freuen.

Im ungeheizten Gewächshaus wachsen diese Erbsen über den Winter langsam, aber zuverlässig weiter. Ein großer Vorteil gegenüber dem Freiland: Sie sind besser geschützt und du musst dir keine Gedanken über Tauben machen. Die Pflanzen bleiben eher kompakt, tragen aber viele Blüten und setzen jetzt die ersten Schoten an.

Am besten schmecken sie jung geerntet – süß, zart und herrlich frisch. Oft landen sie gar nicht erst in der Küche, sondern werden direkt beim Gärtnern genascht.

Erbsen im Gewächshaus überwintern - einfach und lohnend

Erbsen über den Winter im Gewächshaus anzubauen, ist unkompliziert und lohnend. Während draußen oft Frost, Wind oder Schnee das Wachstum stoppen, entwickeln sich die Pflanzen unter Glas langsam weiter. Schon wenige Grad mehr machen einen Unterschied.

Besonders praktisch: Du brauchst dafür weder Heizung noch Pflanzenlampen. Ein ungeheiztes Halls Gewächshaus bietet oft schon genug Schutz, damit die Pflanzen gesund durch den Winter kommen.

Sobald die Erbsen etwa 10 cm hoch sind, freuen sie sich über eine kleine Rankhilfe – zum Beispiel aus Haselzweigen oder feinen Stäben. Danach wachsen sie fast von allein weiter. Im März bilden sich meist schon erste Knospen, und im April beginnt die Ernte

So nutzt du die Fläche im Winter sinnvoll und bekommst mit wenig Aufwand einen frühen, frischen Ertrag.

Winterkulturen jetzt abräumen

Neben den Erbsen endet im April auch die Zeit vieler überwinterter Salate und Blattgemüse. Senfblätter, Salate, Pak Choi oder Winterpostelein haben in den vergangenen Monaten für frisches Grün gesorgt – doch jetzt beginnen viele Pflanzen zu schossen und Blüten zu bilden.

Das ist der richtige Zeitpunkt, die Beete, Kästen oder Pflanztröge zu räumen. Alles, was noch verwendbar ist, kann in die Küche. Der Rest wandert auf den Kompost. So schaffst du Platz für die Kulturen, die in den kommenden Wochen folgen.

Erde auffrischen für die neue Saison

Wenn du deine Tröge oder Pflanzbereiche leerst, lohnt es sich, auch gleich die Erde aufzufrischen. Gerade in Kübeln, Kästen und Trögen sind die Nährstoffe nach einer Winterkultur oft weitgehend verbraucht

Entferne dafür etwa ein Viertel des alten Substrats und ergänze es mit frischer Gartenerde, reifem Kompost oder gut verrottetem Mist. So bringst du wieder Struktur und Nährstoffe in die Erde. Eine Handvoll organischer Langzeitdünger sorgt zusätzlich für einen sanften Start in die neue Saison.

Dieser kleine Aufwand zahlt sich später deutlich aus – vor allem, wenn bald Tomaten, Gurken oder Paprika einziehen.

Kompost bringt neues Leben ins Gewächshaus

Selbst gemachter Kompost ist ein echter Gewinn für dein Gewächshaus. Küchenabfälle, Gartenreste und abgeräumte Pflanzen werden zu wertvoller, lebendiger Erde für die nächste Kultur. Wenn der Kompost dunkel, krümelig und gut verrottet ist, eignet er sich ideal zum Einarbeiten.

Vor dem Verwenden kannst du grobe Stücke einfach aussieben. Wichtig ist nur: Nutze nur reifen Kompost oder vollständig verrotteten Mist. Frisches Material ist für junge Wurzeln oft zu scharf.

Nach dem Einarbeiten glättest du die Oberfläche mit dem Rechen und lässt die Erde am besten ein paar Tage ruhen, bevor du neu pflanzt.

Jungpflanzen jetzt regelmäßig kontrollieren

Mit den wärmeren Tagen wachsen Jungpflanzen jetzt deutlich schneller – und sie trocknen auch schneller aus. Kontrolliere deine Aussaatschalen und Anzuchtplatten deshalb am besten ein- bis zweimal täglich

Gieße vorsichtig mit einer feinen Brause, damit das Substrat gleichmäßig feucht bleibt. Es sollte nie komplett austrocknen, aber auch nicht nass sein. Gerade bei jungen Pflanzen mit feinen Wurzeln ist das richtige Maß entscheidend.

Lüften stärkt die Pflanzen

Sobald die Sonne scheint und sich dein Gewächshaus spürbar erwärmt, solltest du Türen und Dachfenster öffnen. Frische Luft sorgt für ein besseres Klima, stärkt die Jungpflanzen und hilft, Schimmel und Umfallkrankheiten vorzubeugen.

Gerade in einem Halls Gewächshaus lässt sich das Klima durch gezieltes Lüften gut steuern. So schaffst du gesunde Bedingungen für kräftiges Wachstum.

Mit offenen Türen kommt allerdings manchmal auch Besuch ins Gewächshaus. Amseln oder Rotkehlchen picken gern in frisch ausgesäten Schalen. Ein leicht aufgelegtes Vlies oder Netz schützt deine Aussaat zuverlässig.

Ausgetrocknete Aussaatschalen schonend wässern

Sobald die Sonne scheint und sich dein Gewächshaus spürbar erwärmt, solltest du Türen und Dachfenster öffnen. Frische Luft sorgt für ein besseres Klima, stärkt die Jungpflanzen und hilft, Schimmel und An warmen Apriltagen kann es schnell passieren, dass eine Aussaatschale stärker austrocknet als gedacht. Statt dann von oben kräftig zu gießen, ist es besser, die gesamte Schale für etwa 30 Minuten in ein flaches Wasserbad zu stellen.

So saugt sich das Substrat langsam und gleichmäßig voll, ohne dass Saatgut oder feine Wurzeln weggeschwemmt werden. Das ist besonders schonend und meist deutlich effektiver.

Jetzt Zucchini und Zuckermais vorziehen

Wenn du ein beheiztes Gewächshaus oder einen Propagator nutzt, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, Zucchini und Zuckermais auszusäen. Beide Kulturen mögen es warm und müssen nicht zu früh starten.

Eine Aussaat ab Mitte bis Ende April ist ideal. Nach draußen gepflanzt wird dann in der Regel nach den Eisheiligen Mitte Mai, sobald keine Fröste mehr zu erwarten sind. Da Zucchini und Mais schnell wachsen, reicht dieser Zeitraum völlig aus

So gibst du den Pflanzen einen guten Start, ohne dass sie durch Kälte ausgebremst werden.

Vorbereitung für Tomaten, Chilis und Auberginen

Der April ist auch der richtige Moment, um dein Gewächshaus fit für die warmen Sommerkulturen zu machen. Tomaten, Chilis, Paprika und Auberginen brauchen in den kommenden Wochen gut vorbereitete Plätze.

Jetzt ist ein guter Zeitpunkt für einen kleinen Frühjahrsputz:


  • Böden fegen
  • Alte Pflanzreste und kaputte Töpfe entfernen
  • Rankstäbe und Schnüre bereitlege
  • Töpfe und Pflanzgefäße reinigen
  • Pflanztröge und Säcke kontrollieren und bei Bedarf mit frischer Erde auffüllen


Wenn alles vorbereitet ist, kannst du später deutlich entspannter in die Hauptsaison starten.

Fazit: Mit Ruhe in die neue Saison starten

Nimm dir im April bewusst Zeit für dein Gewächshaus. Genieße die ersten warmen Sonnenstrahlen beim Säen, Umtopfen und Pflegen. Freu dich über die ersten süßen Erbsen direkt von der Pflanze und gib den neuen Kulturen einen guten Start.

Denn genau darum geht es jetzt: mit Ruhe, Vorfreude und den richtigen Handgriffen die Grundlage für einen erfolgreichen Sommer zu schaffen.

Viel Freude beim Gärtnern mit Halls.

Über den Autor dieses Artikels

Rob ist ein erfahrener Gärtner mit Schwerpunkt auf dem Anbau von Obst, Gemüse und anderen essbaren Pflanzen. Er schreibt für mehrere britische Gartenmagazine, ist regelmäßig im Fernsehen und Radio zu sehen und teilt seine Leidenschaft für den Eigenanbau auch auf Social Media unter @robsallotment

Darüber hinaus arbeitet Rob mit bekannten Gartenbauunternehmen in Großbritannien zusammen, darunter Suttons, Thompson & Morgan, Dobies und The Organic Gardening Catalogue. Gemeinsam entwickelt er neue und spannende Sorten von Obst, Gemüse und Blumen, die in Gartencentern in Großbritannien und Europa erhältlich sind

Wenn er nicht gerade schreibt oder vor der Kamera steht, ist Rob meist in seinem Küchengarten zu finden – bei jedem Wetter und fast immer in Begleitung seiner treuen Hunde Nipper und Reggie.


Fotos: Robert Smith und Darren Laki

Text: Robert Smith, April 2025

JULIANA GRUPPE

Die Juliana Gruppe ist einer der weltweit führenden Hersteller von hochwertigen Gewächshäusern für Privatpersonen und wurde 1963 von Mogens A. Stærmose in Odense, Dänemark gegründet. Heute steht Nikolaj Stærmose in dritter Generation an der Spitze des Familienunternehmens. Hauptsitz und Produktion sind weiterhin in Odense und es gibt Tochterunternehmen in Großbritannien und Deutschland. Das Unternehmen exportiert in mehr als 20 Länder.​​​​​​​

‘We help people grow‘. Deshalb bilden unsere Marken Halls und Juliana, den Rahmen für Erlebnisse, die ebenso natürlich wie magisch sind. Trotz unserer langen Geschichte steht bei uns die Zukunft im Fokus und wir beschäftigen uns ständig damit, wie wir die Nachhaltigkeit unserer Gewächshäuser, verbessern können. Erfahren Sie mehr über Juliana auf dieser Seite und finden Sie Inspiration für Ihr Gewächshaus in unserem großen Inspirationsuniversum.​​​​​​​